2011 - Eröffnung UniversitätKrebszentrum Göttingen

Jedes Jahr erkranken in Deutschland etwa 450.000 Menschen an Krebs. Für Göttingen und die Region Südniedersachsen gibt es seit 2011 in der Erforschung onkologischer Krankheitsbilder und der Versorgung an Krebs erkrankter Patient*innen einen qualitativen Sprung nach vorne: Das UniversitätsKrebszentrum Göttingen (Göttingen Comprehensive Cancer Center, G-CCC).
Das G-CCC ist ein interdisziplinäres Zentrum, unter dessen Dach alle onkologisch arbeitenden Kliniken und Institute der UMG vereint sind. Für jede*n einzelne*n Patientin*en wird das Behandlungskonzept nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen individuell und interdisziplinär in den Tumorkonferenzen (Tumorboards) abgestimmt.
Seit der Eröffnung im Jahr 2011 hat sich viel getan – erst im November 2019 gab es einen Kompetenz-Zusammenschluss mit der Medizinischen Hochschule Hannover zum Comprehensive Cancer Center Niedersachsen/CCC-N.
Weitere Informationen zum G-CCC finden Sie hier: https://gccc.umg.eu/
Weitere Informationen zum CCC-N finden Sie hier: https://www.ccc-niedersachsen.eu/
2008 - Drahtloses Internet in der UMG

Heute gar nicht mehr wegzudenken - im Jahr 2008 war das drahtlose Internet an der UMG "eine große Sache".
Noch weiter zurück: Die Bilder zeigen unter anderem die früheren Großrechner im Rechnersaal des Medizinischen Rechenzentrums im Uniklinikum aus den 80er Jahren.
Von Anfang an stehen die Daten von Patient*innen unter besonderem Schutz. Innerhalb des Uniklinikums garantieren zwei getrennte Netze (bis heute) die Sicherheit. Auch das damals benutzte Arbeitsmaterial sah noch ganz schön sperrig aus.
2004 - Tatort-Dreh ("Dunkle Wege") in der UMG

Im Jahr 2004 besuchte die Schauspielerin Maria Furtwängler die UMG zum ersten Mal im Zuge eines Tatort-Drehs im Institut für Neuropathologie. Der damalige NDR-Tatort „Dunkle Wege“ spielte in Hann. Münden. Für die Szenen in der Rechtsmedizin wurde die UMG ausgewählt.
Die Bilder zeigen Rolf Leuschner, Mitarbeiter UMG, mit der "lebenden Leiche". Frau Furtwängler spricht mit Raimund Brietzke, ehemaliger Mitarbeiter in der Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.
Die Folge wurde am 16. Januar 2005 erstmals ausgestrahlt und hat sicher in Göttingen viele Zuschauer*innen erreicht. 16 Jahre nach diesem Dreh ist Furtwängler zurück, ebenfalls für den Dreh eines Tatorts. Der Göttinger Tatort „Die Rache an der Welt“ können Sie 2021 im Ersten sehen. Die Presseinformation zum im August 2020 gedrehtem Tatort finden Sie hier.
2003 - Umwandlung in eine Stiftungsuniversität

Ab dem 1. Januar 2003 wurde die Universität Göttingen in eine Stiftungsuniversität überführt, d.h. sie hat eine größere Unabhängigkeit vom Land Niedersachsen. Nicht nur die Universität Göttingen hat sich für diesen Schritt entschieden, sondern auch vier weitere niedersächsische Hochschulen wurden vor fast 18 Jahren in die Trägerschaft einer Stiftung öffentlichen Rechts überführt.
Durch den Wechsel zum Stiftungsmodell konnten Universität und Universitätsmedizin vor allem eigenständiger und flexibler in ihren Entscheidungen werden, z.B. bei der Berufung von Professor*innen, aber auch in der Wirtschaftsführung und beim Baumanagement. Ausdrücklich möglich wurde der Aufbau des jeweiligen Stiftungsvermögens über Aktvitäten eines Fundraisings. Die Umwandlung zum Stiftungsmodell wurde mit einer akademischen Feierstunde in der Aula am Wilhelmsplatz gewürdigt. An dieser nahmen unter anderem der damalige Ministerpräsident Siegmar Gabriel und der verstorbene Wissenschaftsminister Thomas Oppermann teil.
Der Göttinger Thomas Oppermann war Motor für diesen in der bundesdeutschen Hochschullandschaft innovativen und erstmaligen Schritt. Weitere Informationen zu den Stiftungsorganen der UMG finden Sie hier: https://www.umg.eu/ueber-uns/stiftungsorgane/
2001 - Gründung und Eröffnung Herzzentrum

Am 26. September 2001 wurde das Herzzentrum Göttingen gegründet - die feierliche Eröffnung des interdisziplinären Kompetenzzentrums für Herz-, Gefäß- und Lungenerkrankungen fand am 20. Dezember 2001 in Göttingen statt.
Damals war das Herzzentrum Göttingen ein Zusammenschluss aus acht Abteilungen und Einrichtungen der UMG. Heute sind es 14 Kliniken und Institute sowie der Pflege- und Pflegefunktionsdienst, die eng zusammenarbeiten. Erster und auch heutiger Vorsitzender des Herzzentrums Göttingen ist Professor Dr. Gerd Hasenfuß.
Der damalige niedersächsische Wissenschaftsminister, Thomas Oppermann, sagte bei der Eröffnung: „Gerade im Bereich der Herz-Kreislauferkrankungen ist eine fachübergreifende Krankenversorgung wichtig. Das Herzzentrum Göttingen bietet Patienten optimale Behandlungsmöglichkeiten und ermöglicht zudem Forschung und Lehre auf allerhöchstem wissenschaftlichen Niveau“. In 2021 steht das 20-jährige Jubiläum an. Seitdem wurden viele Patient*innen im Herzzentrum der UMG behandelt.
Aktuelle Informationen zum Herzzentrum finden Sie hier: https://herzzentrum.umg.eu/
Gruppenfoto von 2001 v.l.n.r.
• Prof. Dr. Thomas Paul (Leiter: Abteilung Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin)
• Prof. Dr. Wolfgang Ruschewski (zukünftige Schwerpunktprofessur Kinderherzchirurgie der Abteilung Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie)
• Prof. Dr. Armin Wessel (komm. Leiter: Abteilung Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin)
• Prof. Dr. Friedrich Schöndube (Leiter: Abteilung Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie)
• Prof. Dr. Dietrich Kettler (zukünftige Schwerpunktprofessur Kardioanaesthesiologie in der Abteilung Anaesthesiologie I)
• Prof. Dr. Gerd Hasenfuß (Leiter: Abteilung Kardiologie und Pneumologie und Vorsitzender des Herzzentrums)
• Prof. Dr. Michael Quintel (Leiter: Abteilung Anästhesiologie)
• Gudrun Borchers (Geschäftseinheit Pflegedienst)
• Prof. Dr. Gerhard Hellige (Leiter: Anästhesiologische Forschung)
1977 - Einzug der ersten Kliniken, Polikliniken, Institute und Abteilungen

Nachdem bereits 1976 wichtige Versorgungsbereiche im Neubau eingerichtet worden waren, konnten 1977 in einem ersten Umzugsabschnitt viele Kliniken, Polikliniken und Institute in das neue Klinikum einziehen. Einrichtungen für Krankenversorgung, Forschung und Lehre wurden so erstmals in Göttingen in einem zentralen Gebäude zusammengebracht.
Im Klinikum ließen und lassen sich von Westen nach Osten etliche Lichthöfe finden. Bunte Segel sollen den Schall dämmen und Grünpflanzen schaffen noch heute eine besondere Atmosphäre. Danach erfolgten in mehreren Abschnitten bis 1980 die Umzüge weiterer Einrichtungen.
1969 - "Am Anfang stand die Vision der Einheit von Lehre, Forschung und Praxis unter einem Dach"

1969 begann der erste Bauabschnitt des Gebäudes, das wir heute als Universitätsklinikum Göttingen kennen. Eines der Ziele des Neubaus war es, alle Kliniken der UMG an einem Ort zu zentrieren. Außerdem sollte das Gebäude fähig sein, sich an neue Erfordernisse anpassen zu können. Das zentrale Gebäude für Untersuchung, Behandlung, Forschung und theoretische Medizin, das sogenannte UBFT-Gebäude, entstand in einer elementaren Konstruktion. Dadurch sollte es möglich sein, durch Versetzen nichttragender Wände, die Zuordnung und Nutzung einzelner Bereiche ändern zu können.
Heute, knapp 50 Jahre nach Baubeginn, funktioniert diese Idee immer noch, auch wenn der Gesamtkomplex für die Erfordernisse zeitgerechter klinischer Versorgung, Forschung mit höchstem Anspruch sowie moderner Lehre nicht mehr gerecht wird und zu klein geworden ist. Die UMG steht deshalb vor einem klinischen Neubau und hat eine zukunftsfähige Masterplanung bis zum Jahr 2039 entwickelt.
Den aktuellen Stand erfahren Sie hier.
1955 - Eröffnung Neurologische und Psychiatrische Klinik

Die Psychiatrischen Kliniken in der Von-Siebold-Straße wurden 1955 gemeinsam mit der Neurologischen Klinik eröffnet. Auf dem Luftbild (zweites Bild) sieht man rechts das Kleingartengebiet: Hier wurden später die Gebäude des heutigen Universitätsklinikums gebaut.
Bis heute befinden sich in der Von-Siebold-Straße 5 die Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie sowohl für Erwachsene als auch für Kinder und Jugendliche sowie die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie.
Weitere Informationen zur Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie finden Sie hier: http://www.psychiatrie.med.uni-goettingen.de/
Ende 19. Jahrhundert - Zusammenführung der Teilkliniken an einem zentralen Ort

Die medizinische Wissenschaft forderte am Ende des 19. Jahrhunderts eine Zusammenführung von unterschiedlichen Teilkliniken an einem zentralen Ort, um einen universitären Krankenhausbetrieb leisten zu können. Knapp zwei Dekaden dauerte es, bis dieser Forderung nachgekommen werden konnte. Erst dann wurde ein Grundstück von circa acht Hektar am Kirchweg (heute Humboldtallee) angekauft.
Ihren jeweiligen Neubau eröffneten 1889 die Chirurgische Klinik, 1891 die Medizinische Fakultät sowie das Pathologische Institut und 1896 die Frauenklinik. Es folgte 1906 die Augenklinik. Die Konzeption der Teilkliniken ging von der Überlegung aus, den praktischen Krankenhausdienst mit dem medizinischen Unterricht und der wissenschaftlichen Forschung in Einklang zu bringen.
Heute beherbergen die Gebäude unter anderem Institute der Universität wie Philosophie, Sprachwissenschaften, das Theater im OP, Psychologie, Verwaltung sowie die Bildungsakademie mit den Schulen für Berufe im Gesundheitswesen.
1851 Einweihung des "Ernst-August-Hospitals"

Wandern Sie mit uns ins Jahr 1809. Vor 211 Jahren wurde am Beginn der Geiststraße ein neuer Gebäudekomplex für das Institut für Chirurgie und Augenheilkunde errichtet. 1851 zog die Klinik auf die andere Straßenseite und wurde als „Ernst-August-Hospital“ – benannt nach dem Hannoveraner König – an dieser Stelle eingeweiht.
In diesem größeren Klinikgebäude gelang es erstmals in der Geschichte Göttingens, alle damaligen medizinischen Fächer (Klinik für Innere Krankheiten, Chirurgische Klinik, Klinik für Sinneskranke, Klinik für Augen- und Ohrenkranke sowie das pathologische Institut) in einem Gebäudekomplex zu integrieren . Von 1928 – 1988 befand sich hier die HNO Klinik. Heute beherbergt das Gebäude Teile der Akademie der Wissenschaften, der GWDG und das Theologisches Stift der Universität Göttingen.
1785-1791 Bau der Geburtsklinik

Das Accouchierhaus (accoucher = franz. für „entbinden“) in der Kurzen Geismarstraße 1 wurde 1785-1791 als modernes Entbindungshospital gebaut. Bis dahin stand an dieser Stelle die Kirche St. Crucis mit Armenhospital und Entbindungszimmer. Im Accouchierhaus erhielten die überwiegend unverheirateten, mittellosen Frauen Unterkunft, Verpflegung und medizinische Betreuung. Neben dem Entbindungsraum befand sich ein Hörsaal, in dem Medizinstudenten, u.a. an den schwangeren Frauen, unterrichtet wurden. Auch Hebammen wurden hier ausgebildet.
Heute befindet sich hier das Musikwissenschaftliche Seminar und die öffentlich zugängliche, musikwissenschaftliche Sammlung der Georg-August-Universität Göttingen Das Treppenhaus dieses Gebäudes gilt als eines der schönsten in ganz Göttingen; im Foyer finden noch heute regelmäßig Konzerte statt.
1781 Eröffnung des akademischen Hospitals

August Gottlieb Richter war ein bedeutender Chirurg seiner Zeit und wurde 1771 zum Ordinarius in Göttingen ernannt. Er war mit seinen Arbeitsbedingungen unzufrieden und klagte mehrfach darüber, keine Beobachtungen am Krankenbett vornehmen zu können. Um hier Abhilfe zu schaffen, wurde 1781 von der Göttinger Freimaurerloge ein zweistöckiges Fachwerkhaus am Geismartor erworben. Was vorher das Gasthaus „Zu den sieben Thürmen“ war und hinsichtlich Lage und Bauweise nur bedingt den zeitgenössischen Vorstellungen eines funktionsgerechten Krankenhauses entsprach, wurde nun zum akademischen Hospital. Anfangs besaß das Krankenhaus zwei Säle, sieben Stuben, neun Kammern, eine Küche und war teilweise unterkellert. Heute steht an dieser Stelle die Göttinger Hauptstelle der Volksbank Kassel Göttingen.
1736 Anlage des Botanischen Gartens als "Medizingarten"

Albrecht von Haller war ein Schweizer Mediziner, Botaniker und Dichter, der von 1736 bis 1753 als Professor für Anatomie, Chirurgie und Botanik in Göttingen lebte und lehrte. Als Bedingung für seine Berufung forderte er unter anderem einen „hortus medicus“, einen Medizingarten, der als „Alter Botanischer Garten“ bis heute eine grüne Oase am Rande der Innenstadt ist.
(Leider ist der Garten aufgrund der Corona-Pandemie zur Zeit geschlossen)
Von Haller gründete 1752 außerdem die Königliche Gesellschaft der Wissenschaften (später Akademie) und die „Göttinger Gelehrten Anzeigen“ und übte lebenslang einen bedeutenden Einfluss auf die Wissenschaft aus.
Albrecht von Haller gilt als einer der Begründer der modernen Medizin.
Als höchste Auszeichnung verleiht die Medizinische Fakultät der UMG die Albrecht von Haller-Medaille für besondere Verdienste in Forschung, Lehre oder klinischer Medizin.
1732 Gründung Medizinische Fakultät

Ab jetzt können Sie jeden Donnerstag auf eine Zeitreise mit uns gehen. Wir beginnen, wie sollte es anders sein, mit der Gründung der Georg-August-Universität. Erste Entwürfe zur Gründung sind aus dem Jahr 1732 bekannt. Mit Gründung der Universität startete neben der Theologischen, Juristischen und Philosophischen auch die Medizinische Fakultät. Die Medizinische Fakultät stellte die Lehre und Forschung ins Zentrum ihres Schaffens. Erst einige Zeit später kam die Krankenversorgung hinzu.